Kurzbiographien

ANTIKE MATHEMATIKER START INDEX MATHEMATIKER 29.11.2001

ANTIKE MATHEMATIKER

p_down.gif (891 Byte) MATHEMATIK   BEGRIFFE
Al Chwarismi Archimedes Bernoulli Bernoulli (Jakob) Bernoulli (Johann)
Cauchy Euklid Euler Fermat  
  Galois Gauß Heron Hypathia
  Lagrange Leibniz Moivre Newton
Pascal Peano Pythagoras Riemann Weierstraß
         
NAME KURZBIOGRAPHIE
Al Chwarismi Mohammed Ibn Musa, arab. Mathematiker, * um 780, † zwischen 835 u. 850; sein Lehrbuch „Al-Gabr“ über Lösungsverfahren mathemat. Gleichungen gab Anlaß zur heutigen Bez. „Algebra“. Von seinem Namen leitet sich der Begriff „Algorithmus“ ab.   TOP of PAGE
Apollonios

von Perge, auch Großer Geometer genannt, griechischer Mathematiker, der um 260 v. Chr.in Perge (Pamphylien, heutige Türkei) geboren wurde. Apollonius befasste sich mit arithmetischen Berechnungen und der Statistik und schuf mit seinem ursprünglich acht Bände umfassenden Werk Conica die Grundlage für die Geometrie der Positionen. Die Conica gehört zu den bedeutendsten Werken der Geometrie und hat noch im 17. Jahrhundert führende Mathematiker, wie I. Newton, P. de Fermat und E. Halley, nachhaltig beeinflusst. Apollonius lieferte auch wichtige Beiträge zur griechischen Astronomie, insbesondere indem er die geometrischen Modelle auf die Bewegung der Planeten anwendete. TOP of PAGE  ANTIKE MATHEMATIKER

Archimedes

noli turbare circulos meos!

Mathematiker, Physiker u. Techniker der griech. Antike, * um 287 v. Chr., † 212 v. Chr., bei der Eroberung seiner Vaterstadt Syrakus erschlagen; lehrte u. a. die Berechnung von Quadratwurzeln, bestimmte den Kreisumfang beliebig genau, ermittelte Näherungswerte der Zahl p, löste kubische Gleichungen mit Hilfe von Kegelschnitten. Auf dem Gebiet der Physik fand er die Gesetze des Schwerpunkts, der schiefen Ebene, des Hebels u. des Auftriebs. Auch Brennspiegel, Wurfmaschinen, eine Bewässerungsanlage u. Flaschenzüge werden ihm zugeschrieben. – Archimedisches Prinzip: Auftrieb. TOP of PAGE      ANTIKE MATHEMATIKER 
Bernoulli seit 1622 in der Schweiz ansässige, aus Antwerpen stammende Gelehrtenfamilie:
Bernoulli (Jakob) Jakob, Bruder von Johann, Mathematiker, * 6. 1. 1655 Basel, † 16. 8. 1705 Basel; hinterließ eine Darstellung der Wahrscheinlichkeitsrechnung.  TOP of PAGE
Bernoulli (Johann) Johann, Mathematiker, * 27. 7. 1667 (6. 8. n. St.) Basel, † 1. 1. 1748 Basel; Lehrer von L. Euler, förderte die Variationsrechnung u. die Theorie der Differentialgleichung; TOP of PAGE Arbeiten über Physik. 
Cauchy

 

Augustin Louis, französ. Mathematiker, * 21. 8. 1789 Paris, † 23. 5. 1857 Sceaux bei Paris; Arbeiten aus der Trigonometrie, Determinanten- u. Reihenlehre sowie der Funktionstheorie.  TOP of PAGE
Euklid

 

Eukleides, griech. Mathematiker, lebte um 300 v. Chr. in Alexandria. E.s Verdienst ist es, in seinem Werk „Elemente“ in 13 Büchern das mathemat. Wissen seiner Zeit gesammelt u. systematisiert zu haben  TOP of PAGE .ANTIKE MATHEMATIKER
   
Euler

 

Leonhard, schweizer. Mathematiker, * 15. 4. 1707 Basel, † 18. 9. 1783 St. Petersburg; lebte u. a. in Berlin; war an der Petersburger Akademie u. an der preuß. Akademie in Berlin tätig. Er arbeitete auf fast allen Gebieten der Mathematik. Bes. setzte er sich mit der damals neuen Infinitesimalrechnung auseinander. Daneben beschäftigte er sich mit Fragen der Mechanik, Technik, Optik u. Astronomie.  TOP of PAGE
   
Fermat

 

 

Pierre de, französ. Mathematiker, * 17. 8. 1601 Beaumont de Lomagne, Montauban, † 12. 1. 1665 Castres bei Toulouse; arbeitete bes. über Zahlentheorie u. Wahrscheinlichkeitsrechnung. – Die F.sche Gleichung (genauer Kongruenz) x^p = x (mod p) bedeutet: Die Differenz x^p–x ist durch die Primzahl p ohne Rest teilbar. – Der F.sche Satz behauptet die Unmöglichkeit, die Gleichung x^n + y^n = z^n für natürliche Zahlen von x, y, z u. für ganzzahlige n > 2 lösen zu können. – F.sches Prinzip: Wird ein Lichtstrahl durch Spiegelung u. Brechung in seiner Richtung verändert, so nimmt er den Weg, der die kürzeste Zeit erfordert.  TOP of PAGE
Galois Évariste, französ. Mathematiker, * 25. 10. 1811 Bourg-la-Reine bei Paris, † 31. 5. 1832 Paris; Begründer einer Theorie über algebraische Gleichungen. TOP of PAGE
   
Gauß

 

 

Carl Friedrich, Mathematiker, Physiker u. Astronom, * 30. 4. 1777 Braunschweig, † 23. 2. 1855 Göttingen; dort seit 1807 Direktor der Sternwarte; bahnbrechend auf fast allen Gebieten der Mathematik; fand 1796 die Konstruktion des regelmäßigen 17-Ecks; Arbeiten aus der Algebra (ðFundamentalsatz der Algebra). Sein Hptw. „Disquisitiones arithmeticae“ 1801 wurde maßgebend für die moderne Zahlentheorie; ferner Abhandlungen über das Parallelaxiom, Berechnung von Planetenbahnen, Arbeiten über Landesvermessung (Ausführung der Landestriangulation von Hannover mit dem Physiker W. ðWeber) u. über Erdmagnetismus u. Elektrizität, Verfeinerung von Meßverfahren, Konstruktion des ersten elektromagnet. Telegraphen (1833), Berechnung der Lage des magnet. Nordpols, Zurückführung aller Maßeinheiten auf die Einheiten der 3 Grundgrößen Länge, Zeit, Masse. TOP of PAGE
Heron von Alexandria, griech. Mathematiker u. Physiker, 2. Hälfte 1. Jh. n. Chr.; äußerst vielseitig; Verfasser geometr. u. physikal., z. T. verstümmelt überlieferter Schriften. Die Heronsche Formel gibt den Inhalt F eines Dreiecks mit den Seiten a, b, c an,wpe1.jpg (1898 Byte) , wobei s der halbe Dreiecksumfang (a + b + c):2 ist. TOP of PAGE ANTIKE MATHEMATIKER
Lagrange

 

Joseph-Louis Comte de, französ. Mathematiker u. Astronom, * 25. 1. 1736 Turin, † 10. 4. 1813 Paris; neben L. Euler der größte Mathematiker seiner Zeit, 1766 von Friedrich d. Gr. an die Berliner Akademie berufen, 1787 Prof. in Paris; bahnbrechend auf vielen mathemat. Gebieten; begründete die moderne Variationsrechnung u. arbeitete bes. auf dem Gebiet der Zahlen- u. Reihentheorie, der Algebra u. der Astronomie.   TOP of PAGE
   
Leibniz

 

 

Gottfried Wilhelm Freiherr von, Philosoph, Mathematiker, polit. Schriftsteller, Forscher, * 1. 7. 1646 Leipzig, † 14. 11. 1716 Hannover; studierte Philosophie u. Rechtswissenschaft, seit 1676 Bibliothekar u. Hofrat des Herzogs Johann Friedrich von Hannover,1691 wurde L. die Leitung der Bibliothek in Wolfenbüttel übertragen; er war befreundet mit Kurfürstin Sophie u. ihrer Tochter Sophie Charlotte, später Königin von Preußen, mit deren Hilfe er die spätere Berliner Akademie gründete (1700).
L. ist das größte dt. Universalgenie, bahnbrechend in Mathematik (unabhängig von I. Newton entdeckte er die Differential- u. Integralrechnung), Philosophie (Logistik), Psychologie (Begriff der unbewußten Vorstellungen), Sprachwissenschaft (Ursprache), Erdgeschichte u. a.  TOP of PAGE
   
Moivre

 

Abraham de, französ. Mathematiker, * 26. 5. 1667 Vitry-le-François, † 27. 11. 1754 London; Hugenotte, lebte seit 1687 in London; Entdecker der M.schen Formel: wpe2.jpg (2430 Byte) .   (LINK)   MOIVRE  TOP of PAGE
Newton

 

 

(Sir Isaak)engl. Physiker, Mathematiker u. Astronom, * 4. 1. 1643 Woolsthorpe bei Grantham, Lincolnshire, † 31. 3. 1727 Kensington; Prof. in Cambridge (1669), seit 1696 königl. Münzmeister, seit 1703 Präsident der Royal Society (London); entdeckte die gegenseitige Anziehung von Massen (Gravitation) u. schloß aus dem 3. Keplerschen Gesetz, daß die dabei wirkende Kraft umgekehrt proportional dem Quadrat des Abstands der beiden Körper ist; erforschte das Licht beim Durchgang durch Materie u. entdeckte das Sonnenspektrum u. die Farbenringe (N.sche Ringe). N. glaubte, daß das Licht aus Teilchen (Korpuskeln) bestehe, weil er keine Lichtbeugung finden konnte. In seiner Schrift „Philosophiae naturalis principia mathematica“ (1687) veröffentlichte er u. a. die Newtonschen Axiome. N. fand unabhängig von ðLeibniz die Grundlagen der Differential- u. Integralrechnung (Fluxionsrechnung). TOP of PAGE
Pascal

 

 

 

 

Blaise, französ. Mathematiker, Theologe u. Philosoph, * 19. 6. 1623 Clermont, Auvergne, † 19. 8. 1662 Paris; frühreif, beschäftigte sich schon als Kind mit Mathematik. 1639 erschien seine Schrift über die Kegelschnitte (P.scher Satz); mit 19 Jahren erfand er eine Rechenmaschine; 1647 schrieb er über das Vakuum, 1649 über die Zykloide. P. begründete die ðWahrscheinlichkeitsrechnung. Mit 26 Jahren gewann er Anschluß bei den Jansenisten von ðPort-Royal. An der Logik von Port-Royal („L'art de penser“ 1662, von Antoine ðArnauld d. Ä.) war P. beteiligt. Die wichtigste den Jansenisten erwiesene literar. Hilfe war jedoch sein gegen die Jesuiten gerichtetes Werk „Lettres à un provincial“ („Lettres provinciales“) 1656/57. Leidenschaftlich, von großer Frömmigkeit u. durch mehrere Schicksalsschläge erschüttert, faßte P. in den letzten Jahren sein Nervenleiden als göttl. Bestimmung auf. Sein glänzend geschriebenes philosoph. Hptw., „Pensées sur la religion“ (posthum zuerst 1670), ist eine Sammlung von Fragmenten, die nach neuerer Forschung (P. L. Couchoud) Materialien zu drei Arbeiten enthalten: „Discours de la condition de l'homme“, „Apologie de la religion chrétienne“ u. „Fragments intimes“. – P.s Denken ging es um die Grenzen rationaler Erkenntnis, um das Recht intuitiver Gewißheit („Logik des Herzens“), um Gebrochenheit, Elend u. Größe des Menschen u. um die Absolutheit des Christentums. Der französ. Existentialismus führt sich z. T. auf P. zurück.  TOP of PAGE
Peano

 

Giuseppe,italienischer Mathematiker  (* 27. 8. 1858 Cuneo, † 20. 4. 1932 Turin) 1889 aufgestellte 5 Axiome, durch die er die Menge N der natürlichen Zahlen definierte.
Die 5 P. spielen bei der Axiomatisierung der Mathematik eine wichtige Rolle.     TOP of PAGE  (LINK) PEANOSCHES AXIOMENSYSTEM 
Pythagoras

 

von Samos, griech. Philosoph, * um 580 v. Chr., † um 496 v. Chr.; stiftete in Kroton (Unteritalien) einen politisch-religiösen Bund. Neben der orphischen Lehre von der Wiedergeburt der menschl. Seele (auch in Tierleibern, woraus sich das Verbot des Fleischgenusses ergab) vertrat P. wissenschaftl., bes. mathemat. Interessen. Seine Schule war zur Geheimhaltung verpflichtet, weshalb erst über die Pythagoreer des fünften Jahrhunderts genauere Nachrichten überliefert sind. Die Neigung, alles auf den Schulgründer zurückzuführen, erschwert das Urteil über dessen Leistung.       TOP of PAGE   ANTIKE MATHEMATIKER
   
Riemann

 

Bernhard, Mathematiker, * 17. 9. 1826 Breselenz bei Dannenberg, † 20. 7. 1866 Selasca, Lago Maggiore; seit 1857 Prof. in Göttingen; einer der berühmtesten Mathematiker des 19. Jh.; arbeitete über die Grundlagen der Geometrie u. funktionentheoretische Fragen; Begründer der ellipt. Geometrie (Riemannsche Geometrie). TOP of PAGE
Weierstraß

 

Karl, Mathematiker, * 31. 10. 1815 Ostenfelde, † 19. 2. 1897 Berlin; seine grundlegenden Arbeiten über Funktionentheorie (Zurückführung analyt. Funktionen auf unendl. Reihen) riefen eine Umwälzung in der Mathematik hervor. TOP of PAGE
Bertelsmann Discovery 1995