| Al Chwarismi | Archimedes | Bernoulli | Bernoulli (Jakob) | Bernoulli (Johann) |
| Cauchy | Euklid | Euler | Fermat | |
| Galois | Gauß | Heron | Hypathia | |
| Lagrange | Leibniz | Moivre | Newton | |
| Pascal | Peano | Pythagoras | Riemann | Weierstraß |
| NAME | KURZBIOGRAPHIE |
| Al Chwarismi | Mohammed Ibn Musa, arab. Mathematiker, * um 780, zwischen 835 u. 850;
sein Lehrbuch Al-Gabr über Lösungsverfahren mathemat. Gleichungen gab Anlaß
zur heutigen Bez. Algebra. Von seinem Namen leitet sich der Begriff
Algorithmus ab. |
| Apollonios | von Perge, auch Großer Geometer genannt, griechischer Mathematiker, der um 260 v. Chr.in Perge (Pamphylien, heutige Türkei) geboren wurde. Apollonius befasste sich mit arithmetischen Berechnungen und der Statistik und schuf mit seinem ursprünglich acht Bände umfassenden Werk Conica die Grundlage für die Geometrie der Positionen. Die Conica gehört zu den bedeutendsten Werken der Geometrie und hat noch im 17. Jahrhundert führende Mathematiker, wie I. Newton, P. de Fermat und E. Halley, nachhaltig beeinflusst. Apollonius lieferte auch wichtige Beiträge zur griechischen Astronomie, insbesondere indem er die geometrischen Modelle auf die Bewegung der Planeten anwendete. |
| Archimedes noli turbare circulos meos! |
Mathematiker, Physiker u. Techniker der griech. Antike, * um 287 v. Chr.,
212 v. Chr., bei der Eroberung seiner Vaterstadt Syrakus erschlagen;
lehrte u. a. die Berechnung von Quadratwurzeln, bestimmte den Kreisumfang beliebig
genau, ermittelte Näherungswerte der Zahl p, löste kubische Gleichungen mit Hilfe von
Kegelschnitten. Auf dem Gebiet der Physik fand er die Gesetze des Schwerpunkts, der
schiefen Ebene, des Hebels u. des Auftriebs. Auch Brennspiegel, Wurfmaschinen, eine
Bewässerungsanlage u. Flaschenzüge werden ihm zugeschrieben. Archimedisches
Prinzip: Auftrieb. |
| Bernoulli | seit 1622 in der Schweiz ansässige, aus Antwerpen stammende Gelehrtenfamilie: |
| Bernoulli (Jakob) | Jakob, Bruder von Johann, Mathematiker, * 6. 1. 1655 Basel, 16. 8.
1705 Basel; hinterließ eine Darstellung der Wahrscheinlichkeitsrechnung. |
| Bernoulli (Johann) | Johann, Mathematiker, * 27. 7. 1667 (6. 8. n. St.) Basel, 1. 1. 1748
Basel; Lehrer von L. Euler, förderte die
Variationsrechnung u. die Theorie der Differentialgleichung; |
| Cauchy
|
Augustin Louis, französ. Mathematiker, * 21. 8. 1789 Paris, 23. 5.
1857 Sceaux bei Paris; Arbeiten aus der Trigonometrie, Determinanten- u. Reihenlehre sowie
der Funktionstheorie. |
| Euklid
|
Eukleides, griech. Mathematiker, lebte um 300 v. Chr. in Alexandria. E.s
Verdienst ist es, in seinem Werk Elemente in 13 Büchern das mathemat. Wissen
seiner Zeit gesammelt u. systematisiert zu haben |
| Euler
|
Leonhard, schweizer. Mathematiker, * 15. 4. 1707 Basel, 18. 9. 1783
St. Petersburg; lebte u. a. in Berlin; war an der Petersburger Akademie u. an der
preuß. Akademie in Berlin tätig. Er arbeitete auf fast allen Gebieten der Mathematik.
Bes. setzte er sich mit der damals neuen Infinitesimalrechnung auseinander. Daneben
beschäftigte er sich mit Fragen der Mechanik, Technik, Optik u. Astronomie. |
| Fermat
|
Pierre de, französ. Mathematiker, * 17. 8. 1601 Beaumont de Lomagne, Montauban,
12. 1. 1665 Castres bei Toulouse; arbeitete bes. über Zahlentheorie u.
Wahrscheinlichkeitsrechnung. Die F.sche Gleichung (genauer Kongruenz) x^p = x (mod
p) bedeutet: Die Differenz x^px ist durch die Primzahl p ohne Rest teilbar.
Der F.sche Satz behauptet die Unmöglichkeit, die Gleichung x^n + y^n = z^n für
natürliche Zahlen von x, y, z u. für ganzzahlige n > 2 lösen zu können.
F.sches Prinzip: Wird ein Lichtstrahl durch Spiegelung u. Brechung in seiner Richtung
verändert, so nimmt er den Weg, der die kürzeste Zeit erfordert. |
| Galois | Évariste, französ. Mathematiker, * 25. 10. 1811 Bourg-la-Reine bei Paris,
31. 5. 1832 Paris; Begründer einer Theorie über algebraische Gleichungen. |
| Gauß
|
Carl Friedrich, Mathematiker, Physiker u. Astronom, * 30. 4. 1777 Braunschweig,
23. 2. 1855 Göttingen; dort seit 1807 Direktor der Sternwarte; bahnbrechend
auf fast allen Gebieten der Mathematik; fand 1796 die Konstruktion des regelmäßigen
17-Ecks; Arbeiten aus der Algebra (ðFundamentalsatz der Algebra). Sein Hptw.
Disquisitiones arithmeticae 1801 wurde maßgebend für die moderne
Zahlentheorie; ferner Abhandlungen über das Parallelaxiom, Berechnung von Planetenbahnen,
Arbeiten über Landesvermessung (Ausführung der Landestriangulation von Hannover mit dem
Physiker W. ðWeber) u. über Erdmagnetismus u. Elektrizität, Verfeinerung von
Meßverfahren, Konstruktion des ersten elektromagnet. Telegraphen (1833), Berechnung der
Lage des magnet. Nordpols, Zurückführung aller Maßeinheiten auf die Einheiten der 3
Grundgrößen Länge, Zeit, Masse. |
| Heron | von Alexandria, griech. Mathematiker u. Physiker, 2. Hälfte 1. Jh. n. Chr.; äußerst
vielseitig; Verfasser geometr. u. physikal., z. T. verstümmelt überlieferter
Schriften. Die Heronsche Formel gibt den Inhalt F eines Dreiecks mit den Seiten a, b, c
an, |
| Lagrange
|
Joseph-Louis Comte de, französ. Mathematiker u. Astronom, * 25. 1. 1736 Turin,
10. 4. 1813 Paris; neben L. Euler der größte Mathematiker seiner Zeit, 1766
von Friedrich d. Gr. an die Berliner Akademie berufen, 1787 Prof. in Paris;
bahnbrechend auf vielen mathemat. Gebieten; begründete die moderne Variationsrechnung u.
arbeitete bes. auf dem Gebiet der Zahlen- u. Reihentheorie, der Algebra u. der Astronomie.
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| Leibniz
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Gottfried Wilhelm Freiherr von, Philosoph, Mathematiker, polit. Schriftsteller,
Forscher, * 1. 7. 1646 Leipzig, 14. 11. 1716 Hannover; studierte
Philosophie u. Rechtswissenschaft, seit 1676 Bibliothekar u. Hofrat des Herzogs Johann
Friedrich von Hannover,1691 wurde L. die Leitung der Bibliothek in Wolfenbüttel
übertragen; er war befreundet mit Kurfürstin Sophie u. ihrer Tochter Sophie Charlotte,
später Königin von Preußen, mit deren Hilfe er die spätere Berliner Akademie gründete
(1700). L. ist das größte dt. Universalgenie, bahnbrechend in Mathematik (unabhängig von I. Newton entdeckte er die Differential- u. Integralrechnung), Philosophie (Logistik), Psychologie (Begriff der unbewußten Vorstellungen), Sprachwissenschaft (Ursprache), Erdgeschichte u. a. |
| Moivre
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Abraham de, französ. Mathematiker, * 26. 5. 1667 Vitry-le-François,
27. 11. 1754 London; Hugenotte, lebte seit 1687 in London; Entdecker der
M.schen Formel: |
| Newton
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(Sir Isaak)engl. Physiker, Mathematiker u. Astronom, * 4. 1. 1643 Woolsthorpe bei
Grantham, Lincolnshire, 31. 3. 1727 Kensington; Prof. in Cambridge (1669),
seit 1696 königl. Münzmeister, seit 1703 Präsident der Royal Society (London);
entdeckte die gegenseitige Anziehung von Massen (Gravitation) u. schloß aus dem 3.
Keplerschen Gesetz, daß die dabei wirkende Kraft umgekehrt proportional dem Quadrat des
Abstands der beiden Körper ist; erforschte das Licht beim Durchgang durch Materie u.
entdeckte das Sonnenspektrum u. die Farbenringe (N.sche Ringe). N. glaubte, daß das Licht
aus Teilchen (Korpuskeln) bestehe, weil er keine Lichtbeugung finden konnte. In seiner
Schrift Philosophiae naturalis principia mathematica (1687) veröffentlichte
er u. a. die Newtonschen Axiome. N. fand unabhängig von ðLeibniz die Grundlagen der
Differential- u. Integralrechnung (Fluxionsrechnung). |
| Pascal
|
Blaise, französ. Mathematiker, Theologe u. Philosoph, * 19. 6. 1623 Clermont,
Auvergne, 19. 8. 1662 Paris; frühreif, beschäftigte sich schon als Kind mit
Mathematik. 1639 erschien seine Schrift über die Kegelschnitte (P.scher Satz); mit 19
Jahren erfand er eine Rechenmaschine; 1647 schrieb er über das Vakuum, 1649 über die
Zykloide. P. begründete die ðWahrscheinlichkeitsrechnung. Mit 26 Jahren gewann er
Anschluß bei den Jansenisten von ðPort-Royal. An der Logik von Port-Royal (L'art
de penser 1662, von Antoine ðArnauld d. Ä.) war P. beteiligt. Die wichtigste den
Jansenisten erwiesene literar. Hilfe war jedoch sein gegen die Jesuiten gerichtetes Werk
Lettres à un provincial (Lettres provinciales) 1656/57.
Leidenschaftlich, von großer Frömmigkeit u. durch mehrere Schicksalsschläge
erschüttert, faßte P. in den letzten Jahren sein Nervenleiden als göttl. Bestimmung
auf. Sein glänzend geschriebenes philosoph. Hptw., Pensées sur la religion
(posthum zuerst 1670), ist eine Sammlung von Fragmenten, die nach neuerer Forschung (P. L.
Couchoud) Materialien zu drei Arbeiten enthalten: Discours de la condition de
l'homme, Apologie de la religion chrétienne u. Fragments
intimes. P.s Denken ging es um die Grenzen rationaler Erkenntnis, um das
Recht intuitiver Gewißheit (Logik des Herzens), um Gebrochenheit, Elend u.
Größe des Menschen u. um die Absolutheit des Christentums. Der französ.
Existentialismus führt sich z. T. auf P. zurück. |
| Peano
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Giuseppe,italienischer Mathematiker (* 27. 8.
1858 Cuneo, 20. 4. 1932 Turin) 1889 aufgestellte 5 Axiome, durch die er die
Menge N der natürlichen Zahlen definierte. Die 5 P. spielen bei der Axiomatisierung der Mathematik eine wichtige Rolle. |
| Pythagoras
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von Samos, griech. Philosoph, * um 580 v. Chr., um 496 v. Chr.;
stiftete in Kroton (Unteritalien) einen politisch-religiösen Bund. Neben der orphischen
Lehre von der Wiedergeburt der menschl. Seele (auch in Tierleibern, woraus sich das Verbot
des Fleischgenusses ergab) vertrat P. wissenschaftl., bes. mathemat. Interessen. Seine
Schule war zur Geheimhaltung verpflichtet, weshalb erst über die Pythagoreer des fünften
Jahrhunderts genauere Nachrichten überliefert sind. Die Neigung, alles auf den
Schulgründer zurückzuführen, erschwert das Urteil über dessen Leistung.
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| Riemann
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Bernhard, Mathematiker, * 17. 9. 1826 Breselenz bei Dannenberg, 20.
7. 1866 Selasca, Lago Maggiore; seit 1857 Prof. in Göttingen; einer der berühmtesten
Mathematiker des 19. Jh.; arbeitete über die Grundlagen der Geometrie u.
funktionentheoretische Fragen; Begründer der ellipt. Geometrie (Riemannsche Geometrie). |
| Weierstraß
|
Karl, Mathematiker, * 31. 10. 1815 Ostenfelde, 19. 2. 1897 Berlin;
seine grundlegenden Arbeiten über Funktionentheorie (Zurückführung analyt. Funktionen
auf unendl. Reihen) riefen eine Umwälzung in der Mathematik hervor. |
| Bertelsmann Discovery 1995 |